16 Juli 2026

Wichtiger Meilenstein für den H2med-Korridor: Das Offshore-Pipeline-Projekt BarMar geht in die Phase der Detailplanung über

Das H2med-Konsortium gibt einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung des ersten großen Korridors für grünen Wasserstoff in der Europäischen Union bekannt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Vorplanungsstudien (Pre-FEED) tritt das Offshore-Projekt BarMar, das Barcelona und Marseille verbinden wird, offiziell in die Feed-Phase (Front-End Engineering Design) der Detailplanung ein. Dieser Übergang zur Detailphase markiert den Beginn einer entscheidenden Phase zur Bestätigung der technischen Machbarkeit und der endgültigen Auslegung dieser internationalen Unterwasserinfrastruktur.

Von der Machbarkeitsstudie zur Detailplanung

Der Abschluss der BarMar-Pre-FEED-Phase bestätigte die allgemeine technische Machbarkeit des Projekts sowie die Auslegungsgrundlage für die Verdichterstationen und die Pipeline. Außerdem wurde ein vorläufiger Korridor festgelegt, der sich auf die ersten Ergebnisse der noch laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung stützt.

Der Übergang in die FEED-Phase stellt einen entscheidenden Schritt von der konzeptionellen Planung hin zur endgültigen technischen Ausgestaltung des Projekts dar. Diese Phase stützt sich auf Erkenntnisse aus Umwelt- und Technikstudien sowie auf Rückmeldungen aus dem öffentlichen Beteiligungsverfahren in Frankreich und Spanien, das im Juli 2026 abgeschlossen wurde. In Frankreich werden die Verantwortlichen für das Beteiligungsverfahren einen Bericht mit Rückmeldungen und Empfehlungen veröffentlichen, die von den Projektträgern berücksichtigt werden.

Die FEED-Phase wird insbesondere folgende Aktivitäten unterstützen:

  • Bestätigung des Pipeline-Designs und des endgültigen Trassenverlaufs;
  • Finalisierung des Designs der Verdichterstation;
  • Erstellung der Genehmigungsunterlagen;
  • Festlegung der technischen Spezifikationen für die Bauvorbereitung und die Materialbeschaffung

Der nächste Schritt ist die Vergabe der FEED-Planungsleistungen sowie der detaillierten Offshore-Meeresbodenuntersuchungen. Die FEED-Studien schaffen zudem die technische Grundlage für die endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) der BarMar-Projektpartner und Investoren vor Beginn der Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2032 vorgesehen.

Im Rahmen der Förderung für das H2med-Korridorprojekt, welche die Europäische Kommission im Januar 2025 über die Connecting Europe Facility (CEF) bewilligt hat, erhielt das Projekt H2med-BarMar mehr als 28 Millionen Euro. Diese Mittel ermöglichen es den Partnern gemeinsam mit den Investitionen der Projektträger, die erforderlichen Ingenieurstudien zu finanzieren. Dazu gehören Meeres- und Umweltuntersuchungen sowie sämtliche Arbeiten zur Umweltverträglichkeitsprüfung und zur Einholung der notwendigen Genehmigungen.

„Wir gehen nun von Machbarkeitsstudien zur konkreten Detailplanung über, ein entscheidender Schritt zur Unterstützung der europäischen Dekarbonisierungsziele. H2med wurde von der Europäischen Kommission als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) und als Energy Highway eingestuft. Die Inbetriebnahme ist für 2032 vorgesehen, sofern alle regulatorischen Voraussetzungen entlang des gesamten H2med-Korridors erfüllt werden“, erklärte Francisco de la Flor, CEO von BarMar.

Starker politischer Rückenwind für den H2med-Korridor

Parallel zu diesen technischen Fortschritten fand am 6. Juli in Paris ein Ministertreffen im Rahmen der  Highlevel Group Südwesteuropa statt. Dabei kamen die Energieminister Portugals, Frankreichs und Spaniens, der EU-Energiekommissar Dan Jørgensen sowie Regulierungsbehörden und Netzbetreiber zusammen, um die Zusammenarbeit zu vertiefen und die strategische Umsetzung der Energieverbindungen abzustimmen.

Die hochrangige Beteiligung, erstmals auch unter Einbindung Deutschlands in dieser Gruppe, unterstreicht die starke politische Unterstützung für den Ausbau europäischer Energieinfrastrukturen, zu denen auch der H2med-Korridor gehört.

Über die beteiligten Unternehmen:

Enagás ist ein Übertragungsnetzbetreiber (TSO) mit 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, dem Betrieb und der Wartung von Energieinfrastruktur. Das Unternehmen verfügt über mehr als 12.000 Kilometer Gasleitungen, drei unterirdische Speicheranlagen und acht Regasifizierungsanlagen. Das Unternehmen ist in sieben Ländern tätig. In Spanien ist es der technische Leiter des Gassystems und gemäß dem Königlichen Gesetzesdekret 8/2023 kann Enagás als vorläufiger Wasserstoff Übertragungsnetzbetreiber (HTNO) fungieren und H2med, das spanische Wasserstoffnetz und die dazugehörigen Speicheranlagen, entwickeln. Im Einklang mit seinem Engagement für die Energiewende hat Enagás sein Ziel bekannt gegeben, bis 2040 klimaneutral zu werden, mit einem festen Bekenntnis zur Dekarbonisierung und zur Förderung erneuerbarer Gase, insbesondere von Wasserstoff. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.enagas.es/en/ Pressekontakt: Jorge Álvarez – dircom@enagas.es – (+34) 630 384 930.

NaTran NaTran ist der neue Name von GRTgaz. Im Jahr 2025 feiert das Unternehmen sein 20 jähriges Bestehen und schlägt mit der Namensänderung und der Anpassung eines Unternehmensprojekts NaTran2030, das sich auf die Energiewende und die CO2-Neutralität konzentriert, ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Um dies zu erreichen, passt das Unternehmen sein Netzwerk und seine Praktiken an die ökologischen, wirtschaftlichen und digitalen Herausforderungen an. Es bietet eine Infrastruktur und Logistik, die an die Gase angepasst ist, die Teil der Energiewende sind (Biomethan, H2 und CO2). NaTran ist der zweitgrößte Gasfernleitungsnetzbetreiber in Europa. Die Gruppe hat zwei Tochtergesellschaften: Elengy (Europas führender LNG-Terminalbetreiber) und NaTran Deutschland (Betreiber des MEGAL-Netzes). NaTran führt öffentliche Versorgungsaufträge aus, um einen sicheren Gastransport für seine Kunden zu gewährleisten. Das Forschungs- und Innovationszentrum von NaTran (ehemals RICE) ist ein internationaler Maßstab für Forschung und Innovation im Bereich der Energiewende. Kennzahlen der NaTran-Gruppe: 33.800 km Pipelines, 680 TWh transportiertes Gas, fast 3.800 Mitarbeiter, 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2023. Weitere Informationen über NaTran und seine Initiativen finden Sie unter NaTrangroupe.com, X, LinkedIn, Instagram.
Pressekontakt: Chafia BACI – chafia.baci@grtgaz.com – +33 (0)6 40 48 54 40

OGE lässt gasförmige Moleküle fließen. Wir schaffen und erhalten eine moderne, sichere sowie effiziente Infrastruktur für Erdgas, Wasserstoff und CO2. Unser Leitungsnetz mit über 12.000 Kilometern Länge ist elementar für die Energieversorgung Deutschlands und sichert den Wohlstand unserer Gesellschaft. Als marktführender Fernleitungsnetzbetreiber sind wir Pionier, Treiber und Ermöglicher von Energiewende und Klimaneutralität. Wir verstehen uns als Transformationsberater und Dienstleister für die Industrie, Kraftwerke, Verteilnetzbetreiber sowie unsere Partner aus Produktion und Politik. Mehr als 2.000 Menschen finden bei der OGE-Gruppe einen zukunftssicheren und modernen Arbeitsplatz. Im Interesse unserer Mitarbeitenden und Shareholder passen wir unser Geschäftsmodell fortwährend an eine nachhaltig profitable Entwicklung an. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.oge.net.

RENGasodutos, S.A. Gasodutos, S.A. ist der portugiesische Gas-ÜNB und Teil von REN – Redes Energéticas Nacionais, SGPS, S.A., einer Unternehmensgruppe, die den portugiesischen Strom-ÜNB sowie andere Gasaktivitäten in Portugal wie das LNG-Terminal Sines, die unterirdische Speicherung und ein Gasverteilungsunternehmen umfasst. Neben seiner Geschäftstätigkeit in Portugal verfügt REN auch über Gas- und Stromnetzanlagen in Chile und ist am Kraftwerk Cahora Bassa in Mosambik beteiligt. REN – Gasodutos, S.A. ist für die Planung, den Entwurf, den Bau, den Betrieb und die Wartung von mehr als 1.300 km Hochdruck-Pipelines in Portugal sowie für das technische Management des nationalen Gassystems verantwortlich. Besuchen Sie uns auf https://www.ren.pt/
Pressekontakt: Paulo Camacho – paulo.camacho@ren.pt – (+351) 929 029 187

Teréga – Teréga hat seinen Sitz im Großraum Südwest, einem Knotenpunkt der wichtigsten europäischen Gasströme, und verfügt über mehr als 80 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Gastransport- und Speicherinfrastrukturen. Heute entwickelt das Unternehmen innovative Lösungen, um die großen Energieherausforderungen in Frankreich und Europa zu bewältigen. Als wahrer Beschleuniger der Energiewende verfügt Teréga über mehr als 5000 km Pipelines und zwei unterirdische Speicheranlagen, die 15,6 % des französischen Gastransportnetzes bzw. 26,9 % der nationalen Speicherkapazität ausmachen. Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 494 Millionen Euro (ohne Engpassmanagement) und beschäftigt 646 Mitarbeiter. Soziale Verantwortung steht im Mittelpunkt der Strategie von Teréga, das sich für die Energiewende in Richtung CO2-Neutralität einsetzt. Teréga setzt Programme in allen ESG-Bereichen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) um: die Sicherheit seiner Mitarbeiter und die Sicherheit seiner Infrastruktur durch das Programm PARI 2035, die nachhaltige Entwicklung von Gebieten und soziale Verantwortung durch das Programm ENERGIZ MOUV, die Unterstützung philanthropischer Projekte durch den Stiftungsfonds Teréga Energies Accelerator und die Reduzierung der Umweltauswirkungen durch das Programm BE POSITIF mit der Verpflichtung, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um -3 4 % bis 2030 im Vergleich zu 2021 in den Bereichen 1, 2 und 3, was eine Reduzierung um -54 % in den Bereichen 1 und 2 im Vergleich zu 2017 ermöglichen würde. Besuchen Sie uns auf https://www.terega.fr/
Céline DALLEST – celine.dallest@terega.fr – (+33)6 38 89 11 07

Für die Inhalte dieser Veröffentlichung sind die H2med-Partner allein verantwortlich und die Inhalte spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Union.

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