BarMar: Die Interkonnektion für grünen Wasserstoff zwischen Spanien und Frankreich
BarMar ist Teil des H2med-Projekts.
BarMar ist ein 400 km langes Offshore-Pipeline-Projekt, das Barcelona (Spanien) mit dem Industriezentrum Fos-sur-Mer in der Nähe von Marseille (Frankreich) verbinden wird. Ziel des Projekts ist es, die Produktionszentren für grünen Wasserstoff (hauptsächlich aus Solar- und Windenergie) in Portugal und Spanien mit dem französischen Wasserstoff-Netz zu verbinden. Dieses ist wiederum mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz verbunden und kann deswegen Deutschland und Nordwesteuropa mit Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Kosten versorgen.
Vorläufige öffentliche Konsultation in Frankreich
Das Projekt unterliegt einer vorläufigen öffentlichen Konsultation, die unter der Schirmherrschaft der Nationalen Kommission für öffentliche Debatte (CNDP) organisiert wird. Die Kommission hat drei neutrale und unabhängige Garanten ernannt, die beauftragt sind, die Integrität und den reibungslosen Ablauf der Konsultation zu gewährleisten.
Vom 6. Mai bis zum 12. Juli 2026 gibt die Konsultation der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren, Fragen an die Projektträger zu stellen und ihre Ansichten zu allen Aspekten von BarMar zu äußern: Ziele, Herausforderungen, Trassenführung und Durchführungsmethoden.
Die Konsultation umfasst 25 öffentliche Veranstaltungen, die in verschiedenen Formaten in der gesamten Region, von der spanischen Grenze bis zum Golf von Fos, stattfinden werden. Öffentliche Register liegen in allen Küstengemeinden und auf der dafür vorgesehenen Konsultationsplattform auf.
Drei öffentliche Treffen, die live online gestreamt werden, sind geplant:
- Am 6. Mai, zur Eröffnung des Prozesses, in Gruissan.
- Am 17. Juni, in Canet-en-Roussillon.
- Am 6. Juli, in Fos-sur-Mer.
Das vollständige Programm der Treffen, praktische Informationen, Dokumente und Anmeldelinks finden Sie unter www.registre-numerique.fr/barmar.
Die Bekanntmachung zur vorläufigen öffentlichen Konsultation finden Sie hier (auf Französisch)
Pressemitteilung herunterladen (auf Englisch)
BarMar-Film ansehen (auf Englisch)
Broschüre zum Projekt von gemeinsamem Interesse herunterladen (auf Englisch)
Pressekontakte für BarMar
- Enagas: Jorge Álvarez – dircom@enagas.es – (+34) 630 384 930.
- NaTran: Camille LACOMME – camille.lacomme@external.natrangroupe.com
- Teréga: Céline DALLEST – celine.dallest@terega.fr – (+33) 6 38 89 11 07
Öffentlicher Beteiligungsplan in Spanien
Als PCI-Projekt und in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Europäischen Union erfordert die BarMar-Verbindung die Entwicklung eines Konzeptionsplans zur öffentlichen Beteiligung (Public Participation Concept Plan, PPCP), um allen interessierten und beteiligten Akteuren die Hauptmerkmale des Projekts zu erläutern. Die Enagás ist als Projektträger dieser Infrastruktur auf spanischem Gebiet für die Durchführung dieses Prozesses verantwortlich. Ziel ist es, transparente Informationen bereitzustellen, mögliche Auswirkungen zu identifizieren und zu mindern sowie die Gemeinden einzubeziehen.
Die Umsetzung des PPCP in Spanien ist für den Zeitraum vom 8. Mai bis zum 2. Juli 2026 geplant. Um den vollständigen Zeitplan der Beteiligungssitzungen und Informationspunkte in den verschiedenen Gemeinden sowie Einzelheiten zum Prozess einzusehen, besuchen Sie bitte die Website: www.infraestructurasdehidrogeno.es/barmar/.
Ziel des BarMar-Projekts
Das BarMar-Projekt trägt dazu bei, das Ziel der Europäischen Union zu erreichen, der weltweit erste klimaneutrale Kontinent zu werden. Das hat die EU imJanuar 2020 angenommenen European Green Deal festgelegt. Sie möchte die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 % reduzieren, und gleichzeitig die industrielle Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Erneuerbarer Wasserstoff spielt als zentraler Energieträger eine Schlüsselrolle in der Energiewende. Das BarMar-Projekt zielt darauf ab, eine Pipeline für den Import von dekarbonisiertem Wasserstoff von der Iberischen Halbinsel nach Frankreich einzurichten und so zur Wettbewerbsfähigkeit von grünen Energieimporten beizutragen.
Das BarMar-Projekt: Eine Pipeline für den Transport von grünem Wasserstoff zwischen Spanien und Frankreich
Dieses strategische Projekt verbindet drei Schlüsselregionen der Energiewende:
- Iberische Halbinsel:
Portugal und Spanien erhöhen ihre Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien (Solar und Wind) erheblich. Sie planen, laut den Ergebnissen der im November 2024 gestarteten Interessenbekundung bis 2032 über 1,6 Millionen Tonnen Wasserstoff jährlich zu exportieren und wenige Jahre später die volle BarMar-Kapazität zu nutzen. - Frankreich:
Frankreich strebt den Ausbau eines nationalen Wasserstofftransportnetzes an. BarMar wird vier Hauptleitungen dieses Netzes verbinden: HY-FEN, HYnframed, MidHY und HySoW. - Deutschland:
Die Dekarbonisierung der deutschen Industrie ist von europäischem Interesse. Deutschland könnte bis 2035 1 Million Tonnen Wasserstoff pro Jahr und bis 2040 bis zu 1,6 Millionen Tonnen importieren.
“Das H2med-Projekt weist genau in die richtige Richtung. Es kann uns helfen, ein europäisches Kernnetz für den Wasserstofftransport aufzubauen. Wir begrüßen diese Initiative als ein Projekt von gemeinsamem Interesse nachdrücklich. Die Iberische Halbinsel wird zu einem der wichtigsten Energie-Hubs der Europäischen Union werden.”
Ursula VON DER LEYEN
Präsidentin der Europäischen Kommission
Med-9-Gipfel, Alicante, 9. Dezember 2022
BarMar technische Spezifikation
| BarMar | |
|---|---|
| Pipeline | |
| Länge | 400 km |
| Durchmesser | 42″ |
| Maximale Tiefe | Bis zu 120 m |
| Betriebsdruck | Bis zu 100 bar |
| Verdichterstation | |
| Leistung | Bis zu 60 MW |
| Maximale Übertragungskapazität | 2 Mio T |
| Budget | ≈ 2.135 Mio. Euro |
Die Routen
- 400 km Pipelinelänge
- 2 MTPA (Mio. Tonnen pro Jahr) Übertragungskapazität
- ≈ 2.135 Mio. Euro Budget
- Geplante Inbetriebnahme: 2032
Projektträger
Zeitplan des Projekts
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